100 - 300g/Platz, unter oder über die Einstreue
3 - 10kg/m3 bei Mist-Kompostierung
Eine günstige Möglichkeit die Gülle zu behandeln, ist die Beigabe von Huminsäuren. Huminsäuren sind die Hauptfraktion der Huminstoffe.
Sie entstehen im Prozess der Humifizierung aus pflanzlichen und tierischen Stoffen unter Einwirkung lebendiger Mikroorganismen. Huminsäuren sind in der Lage, den Geruch und die Emission schädlicher Gase wie Methan, Schwefelwasserstoff und Ammoniak um bis zu 99 Prozent zu reduzieren.
Messungen der FH Lausitz ergaben, dass die Geruchseinheiten nach Behandlung der Gülle mit stark huminsäure-haltigem Leonardit 04 schon nach wenigen Stunden um 75 Prozent sanken.
Die Ammoniakkonzentration sank um mehr als 95 Prozent.
Darüber hinaus werden durch die Huminsäurebehandlung des Güllenlagers die Bodenbeschaffenheit verbessert und die Bodenbiologie angeregt.
Huminsäurebasierte Produkte setzen im Boden Nährstoffe frei und optimieren den Wasserhaushalt im Boden-Pflanze-System. Schon in der Gülle binden Huminsäuren Nährstoffe und schaffen so beste Voraussetzungen für den Acker- und Futterbau
Der Vorteil von Leonardit 04 in der Gülle
- Geruchsstoffe entstehen nicht oder weniger bzw. sie werden chemisch von den Huminsäuren gebunden.
- Entstehendes Ammoniak (NH3) wird in wasserlösliche Ammonium-Humate (NH4) überführt. Das verhindert die NH3-Emission in die Luft.
- Mehrwertige Nährstoffe (Ca, MG, Spurenelemente) werden von den Fulvosäuren und den Huminsäuren gebunden und ausgeflockt. Da diese Humate wenig wasserlöslich sind, bleiben sie in der oberen Bodenzone und damit pflanzenverfügbar. Gelöste Nährstoffe werden schnell in tiefere Bodenschichten ausgewaschen.
- Messungen der FH Lausitz zeigten, dass mit der Einbringung des Braunkohlestaubes die Emissionen extrem abnahmen.